Die Geschichte und Entstehung der Suchmaschinen

von | 28. Dez, 2020 | Onlinemarketing, SEO | 0 Kommentare

Heute gucken wir uns die Geschichte der Suchmaschinen an. Um ein SEO-Profi zu sein, muss man sie nicht zwingend wissen, aber sie bietet interessante Hintergrundinformationen, warum alles kam wie es heute ist. Heutzutage ist Google nicht mehr wegzudenken, doch bei der Entstehung der Suchmaschinen kannte man diesen Anbieter noch nicht. Ich zeige dir, wie die Suchmaschinen entstanden sind und ich gehe genauer auf die Entwicklung der Suchmaschinen ein. Wir gucken uns an, warum Google vermutlich so erfolgreich geworden ist. Wenn du einen Überblick über die bekanntesten Suchmaschinen haben möchtest, dann folge dem Link. Wenn du wissen möchtest, wie Suchmaschinen funktionieren, habe ich auch dazu einen Blogartikel.

Inhalte

Entstehung der Suchmaschinen

1990 die Geburt von Archie

Während Google als Spätzünder erst 1998 an den Markt kam, gab es bereits 1990 die erste Suchmaschine. Wer hätte das gedacht? Die erste Suchmaschine startete nicht in den USA, sondern in Kanada, genauer gesagt an der Universität McGill in Montreal. Der heute eher unbekannte Name war „Archie“. Archie war nicht das, was man heutzutage unter einer Suchmaschine versteht.

Archie durchsuchte Ordner und Dateien in FTP-Verzeichnissen. Diese bildeten eine Sammlung, welche noch sortiert und aufbereitet wurde und dann durch den Suchenden abrufbar war. Bereits zwei Jahre nach der Gründung von Archie hatte die Suchmaschine für damalige Verhältnisse unglaubliche Zugriffszahlen. Das Hauptproblem an Archie war, dass die Suchmaschine nicht Texte durchsuchte, sondern eben nur Dateien und Ordner.

1991 Gopher und Veronica kommen ins Spiel

Doch die Entwicklung der Suchmaschinen ging weiter. Bereits 1991 ging Gopher an den Start. Eigentlich war Gopher gar nicht als öffentliche Suchmaschine gedacht, sondern sollte der Universität von Minnesota helfen, die Informationen am Campus zu vernetzen. Auch mit Gopher war es möglich, Daten über ein UI abzufragen. Das eigentliche Programm, welches die Daten von Gopher einmal im Monat durchsuchte, trug den Namen Veronica (Very Easy Rodent-Oriented Netwide Index to Computerized Archives). Veronica ähnelte der Funktionsweise der modernen Suchmaschinen. Übrigens konnte man bei der Abfrage die booleschen Operatoren AND, OR und NOT nutzen.

Die moderne Entwicklung der Suchmaschinen das Jahr 1993

1993 wurde der Suchmarkt langsam professionell. Es waren nun nicht mehr einzelne Universitätsprojekte, denn das World Wide Web wurde kostenlos für alle Menschen zur Nutzung freigegeben, was zur Folge hatte, dass immer mehr Spider und Crawler mit einer immer größeren Reichweite programmiert wurden. Der MIT Student Mathew Gray programmierte einen Suchroboter mit dem Namen „The Wanderer“. Das interessanteste ist, dass dieser Robot noch gar nicht die Aufgabe hatte, Informationen der Seiten im Internet zu durchsuchen, sondern lediglich möglichst viele Server im WWW zu finden und diese zu zählen.

Wenige Monate nach der Einführung von The Wanderer erweiterte Michael L. Maudlin die Funktionen mit dem Programm „Wandex“. Wandex machte es möglich, die vom „The Wanderer“ gefundenen Server nach Informationen zu durchsuchen. Ab hier kamen die ersten Geschäftspläne zu professionellen Suchmaschinen auf.

1994 Lycos und Yahoo! machen den Start

Im Sommer 1994 kam Lycos auf den Markt. Die Funktion und das Prinzip waren bahnbrechend, denn Lycos konnte nicht nur Dokumente durchsuchen, sondern hatte auch einen Algorithmus, der die Häufigkeit der Suchbegriffe ermittelte und sich hierbei auch die Nähe der Wörter untereinander angesehen hat.

Noch im gleichen Jahr ging Yahoo! mit seinem Verzeichnisdienst online. Im Grunde war es zu Beginn nur eine Ansammlung von Favoriten-Links, denn Yahoo! machte nichts weiter als Webadressen zu sammeln. So konnte der Nutzer Links nach seinen persönlichen Interessen anlegen. Da hier mit der Zeit die Ansammlung von Links immer größer wurde, kamen Kategorien und Unterkategorien hinzu, um die UX zu verbessern.

1995 die Suchmaschine wird kommerziell

Im Jahr 1995 wurde aus der Suche ein Geschäftsmodell. Die ersten kommerziellen Anbieter ohne einen Bezug zu einer Universität waren:

  • Alta Vista
  • Architext
  • Infoseek

Alta Vista hatte noch lange Zeit eine herausragende Bedeutung für den Suchmarkt, weil sie einen Roboter mit dem Namen „Scooter“ einsetzte, der besonders leistungsstark war. Das ist auch der Grund, warum Alta Vista lange Zeit den Suchmarkt dominierte. Bereits im Jahr 1995 wurde das Fundament für die spätere Googlesuche geschaffen. Die Googlegründer Larry Page und Sergey Brin starteten gemeinsam an der Stanford Universität das Projekt „BackRub“, welches als die Beta-Version von Google bezeichnet werden kann. BackRub zeigte bereits damals eine sehr übersichtliche UI, kombiniert mit einer schnellen Geschwindigkeit bei der Verarbeitung von Suchanfragen. Darüber hinaus war die Relevanz und Trefferquote der Suchergebnisse überdurchschnittlich gut.

In der Zeit zwischen 1994 und 1997 wurde der Markt langsam unübersichtlich. Neben den genannten Suchmaschinen kamen unzählige Anbieter hinzu, wie beispielsweise Ask Jeeves, Excite und Fireball.

1998 die Geburtsstunde von Google

Nun war es soweit, Google drängte in den Markt. Erstmal als später Teilnehmer und Underdog, denn Alta Vista, Lycos und Yahoo! hatten bereits die größten Marktanteile. Google brauchte nicht lange, um Fahrt aufzunehmen. Die Benutzeroberfläche war nicht nur besonders gut strukturiert, sondern die Relevanz der Suchergebnisse war herausragend. Die Geschwindigkeit war für die damalige Zeit extrem schnell. Während alle Anbieter zu dieser Zeit versuchten, mit bunten Werbebannern möglichst jeden Millimeter mit Werbung zu pflastern, verzichtete Google darauf. Dafür wurde die Suchmaschine von den Lokalmatadoren eher belächelt.

Der Krieg der Suchmaschinen beginnt

Während bis hierhin der Markt unter den großen Anbietern aufgeteilt war, geht nun der Kampf um die besten Suchergebnisse und die meisten Nutzer erst richtig los. Noch im gleichen Jahr bringt Microsoft die hauseigene Suchmaschine „MSN Search“ raus. Microsoft schlägt damals im Kampf um den meist genutzten Browser gegen den Marktführer Netscape und kann dadurch für seine Suchmaschine extrem viele Nutzer gewinnen. Doch schaffte es MSN Search nicht, auf der ganzen Welt zu überzeugen und blieb ein Phänomen auf dem amerikanischen Markt.

Die Suchmaschinen werden immer besser

Die Jahre verstreichen, Google gewinnt durch sein „besseres“ Produkt immer mehr Nutzer und die Luft für die anderen Suchmaschinen wird dünn. 2006 wird aus der MSN Search die „Windows Live Search“ und drei Jahre später „Bing“. Die Suche und die Nutzererfahrung wurden verbessert, aber Google war schon zu schnell vorausgelaufen. Im Jahr 2012 war für Microsoft klar, dass sie den Kampf so nicht gewinnen konnten und Yahoo! und Microsoft vereinigten sich, um ihre Kapazitäten zu bündeln und Google das Wasser zu reichen, doch verfehlte diese späte Verzweiflungstat ihre Wirkung und Google war nicht mehr einzuholen.

Google war nicht mehr aufzuhalten und breitete sein Portfolio und damit das Nutzererlebnis immer weiter aus. Aus der reinen Suchmaschine entstand Google Maps, Google Mail, der Übersetzer, die Bildersuche und viele weitere Dienste. Google ist bis heute Marktführer geblieben und das nicht ohne Grund.

Die Geister Suchmaschinen

Übrigens haben nicht alle der alten Suchmaschinen den Laden dicht gemacht, sondern viele spielen einfach die Suchergebnisse der großen Suchanbieter aus. Warum macht man sowas? Die Programmierung und Erhaltung einer Suchmaschine verschlingt ein unglaublich hohes Budget, nicht nur durch Personal, sondern auch durch riesige Serverressourcen. Die Geister-Maschinen haben diese Kosten nicht und verdienen dabei auch noch Geld an den Klicks der Werbeanzeigen.

Warum ist Google so erfolgreich geworden?

Google konnte einfach von Anfang an durch seine viel besseren Suchergebnisse überzeugen und hat so gleich zu Beginn das Rennen gemacht. Das lag daran, dass Google nicht nur die Informationen der Webseite in das Suchergebnis mit einbezogen hat, sondern auch weitere Funktionen, wie beispielsweise die Popularität einer Webseite. Diese Popularität wurde überwiegend durch Links anderer Webseiten ermittelt. So konnte Google sicherstellen, dass nicht irgendein Beitrag zu einem bestimmten Suchbegriff angezeigt wurde, sondern der relevanteste von der am meisten angesehenen Webseite. Natürlich hat Google inzwischen durch PageRank, RankBrain und viele andere Sicherheitsmaßnahmen noch viele weitere Möglichkeiten, die Qualität einer Webseite zu ermitteln. Derzeit ist nicht abzusehen, ob Google jemals abgelöst wird.

Wenn du Fragen zur Entstehung der Suchmaschinen hast oder weiteres Fachwissen einbringen möchtest, dann hinterlasse einen Kommentar. Wenn du deine Webseite auf die ersten Plätze der Suchmaschine bringen möchtest, dann sieh dir entweder mein Training an oder melde dich bei mir. Ich bin nur einen Anruf entfernt und helfe dir dein Projekt an die Spitze zu bringen.

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Steffen Rust

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